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Was ist ein Strahler

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Was ist ein „Strahler“ ?
... und was versteht man unter „strahlen“ gehen?

Für viele Menschen ist der Begriff „Strahler“ oder „strahlen gehen“ neu, und benötigt einer kleineren Erklärung.
Nach dem Großen Duden ist „Strahler“ die schweizerische Benennung des Kristallsuchers. Das Wort ist besonders in Uri, Graubünden, im Oberwallis und dem Berner Oberland beheimatet.


Folgende Formen und Ausdrücke sind auffindbar:

  • Strahl (Bergkristall), die Strahlen, auf Strahlen gehen

  • Strahlen, Kristallbrechen

  • Strahler: Kristallsucher

  • strahlig: kristallreich



Als ältester nachweislicher Beleg gilt eine Prozeßaussage zu Brunnen vom Jahre 1547:

„Das hab im der anzeigt, der die Strahlen erkouft“

Somit sind die Kristallsucher also hobbymässige oder berufsmässige Strahler, die leidenschaftlich gerne die Natur durchstreifen in der Absicht Kristalle zu finden und behutsam zu bergen.

Im allgemeinen gelten jene Bergler eher als verschlossene Naturen, wenigstens den Fremden gegenüber. Hat man jedoch das Vertrauen durch längeren Umgang gewonnen, so läßt das Strahlers Mittelsamkeit und Herzlichkeit nichts zu wünschen übrig. Zumeist sind die Kristallsucher optimistische Menschen und unverkennbare Idealisten. Mit viel Leidenschaft lieben sie die Berge und Schluchten, die Kristalle und das Strahlen selbst.

Allerdings werden sie hin und wieder damit konfrontiert, sie würden die Natur doch nur zerstören und hinterließen großen Schaden.
Solche Aussagen sind zumeist ohne den Verstand zu gebrauchen ausgesprochen worden. Mit Sicherheit mag es den einen oder anderen Fall gegeben haben, bei dem ein Kristallsucher aus lauter Gier und Selbstsucht solch ein negatives Verhalten an den Tag gelegt hat und dadurch Schaden entstanden ist. Jedoch ist dies die Ausnahme!

Wie zuvor jedoch erwähnt, sind die meisten Strahler aus Liebe zur Natur und den Kristallen unterwegs und nicht weil sie gierig die Dollarscheine im Auge haben. Idealismus statt Kapitalismus prägen den Charakter dieser Bergspezies. Zudem soll gesagt werden, das der Strahler doch die Kristalle umsichtig zu Tage bringt, welche dann in Museen und Privatsammlungen besichtigt werden könen.
Tragen Sie Schmuck?

Was wäre mit Ihren tollen Ringen oder den glitzernden Ohrringen? Woher käme der tolle Stein in Ihrem Amulett? Wo wären all die gutbesuchten Mineralienbörse, die tausende von Menschen ins Staunen bringen? Der Mineralien- oder Steineladen um die Ecke, wo bliebe er?

All das nehmen wir täglich war – ohne uns darüber detaillierte Gedanken zu machen. Die Natur gibt nicht nur – sie zerstört ebenso, durch Frost und Hitze, durch Erosion und Lawinen. Im Laufe von Jahrzehnten und Jahrhunderten würden all diese Kristalle zerkleinert, zerrieben und zermalen über Bäche und Flüsse in die Meere gelangen, wo sie nur noch als feiner, glitzender Sand wahrgenommen werden könnten.

Wie schön ist es doch, das es Menschen gibt die eine tiefempfundene Liebe zur Natur haben und uns mit ihren Entdeckungen stets aufs Neue erfreuen!



Verfasst von: Robert Linhart |  August 2010 | Fund & Foto: Robert Linhart

 
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