Strahlersaison 2014 - krystallos

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Strahlersaison 2014

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Strahlersaison 2014

 
 
 



 
 
 

Das Strahlerjahr begann mit einem sehr schönen Fund im Januar diesen Jahres im Steinbruch Rhomberg und lies mich guter Dinge sein, was den weitern Verlauf des Jahres anging. Im Frühjahr zog es mich durch den schneearmen Winter schnell in den benachbarten Bregenzer Wald um dort auf die Suche von Mineralien zu gehen. ....

Ende Mai unternahm ich wieder einmal einen Wochenendabstecher ins Habachtal um Ruhe zu finden und mit meinen beiden großen Mädels Samira und Lorena nach dem "grünen Feuer" (Smaragde) der Hohen Tauern zu suchen. Wir stiegen zum sogenannten Sedl hinauf und arbeiteten dort im losen Geröll, um die kleinen Kristalle auszuwaschen. Mittels Pickel, Sieb und Wasser durchwuschen wir einiges an Material und wurden auch fündig. Das Wetter war sehr bewölkt, aber den ganzen Tag trocken. Am Abend maschierten wir mit viel Spaß und guter Laune zur Alpenrose hinunter und hatten schon unser gutes Abendessen im Kopf. Nach wohlverdienter Nachtruhe frühstückten wir ausgiebig und versuchten unser Finderglück an diesem zweiten Tag gleich im unteren Leckbach. Auch hier konnten wir den ein oder anderen grünen Splitter finden. Am Nachmittag wurden die Rucksäcke für den Abstieg nach Habach gepackt und am Abend kamen wir wieder gut und entspannt zu Hause im Allgäu an. Viel zu schnell gingen die zweieinhalb Tage vorbei - so wie es halt stets mit den angenehmen Dingen des Lebens ist !    


Jetzt Ende Juni untenahm ich eine sehr schöne Strahlertour mit Roland H. in die Surselva und wir erlebten alles was ein Strahlerherz höher schlagen lässt. Gutes Wetter, tolle Aussicht, Murmeltiere, Gemsen, Falken, Wildhasen, Schneehühner und natürlich, weswegen wir hierher gekommen sind, Kristalle! Roland konnte das erste Mal beim Öffnen einer Kristallkluft in der Schweiz dabei sein und war "ganz von den Socken". Wir konnten Einiges finden und im Abstieg merkten wir schon, dass der Rucksack gut geladen war. Total Müde....

 
 
 
 
 
 
 

Jetzt in der beginnenden zweiten Jahreshälfte hatte ich zwei Mal Zeit in meiner nähere Umgebung zum Kristallsuchen aufzubrechen. Der erste Tag verlief ohne nennenswerten Erfolg. Am darauf folgenden Tag erlebte ich eine sehr schöne Zeit in der Natur und brachte kleinere Funde mit nach Hause.

Ende Juli verbrachte ich eine sehr tolle und erholsame Woche im Habachtal einem mineralienreichen Tal der Hohen Tauern und dank meiner Frau ging dieser langersehnte Wunsch in Erfüllung. Ich konnte sowas von gut abschalten und all meine Ziele und Gedanken konnte ich der Natur und dem Strahlen widmen. Ausser guter Laune und tiefer Erholung brachte ich Berylle, Strahlsteine, Magnetite, Smaragde, Perikline, Adulare, Sphene und Rauchquarze mit nach Hause. Der Rucksack war überproportional schwer!
Im August besuchte ich mit meiner Tochter die Disentiser Börse und wir brachten jeder einen tollen Rauchquarz ( Val Giuv ) mit zurück. Lorena und ich besuchten einige Tage später das Val Strem und hatten viel Spaß bei bestem Wetter. Nach langem Suchen und ausgiebigem Absuchen fanden wir am späteren Nachmittag ein interessantes Quarzband welchem wir nach genauerem Betrachen schon zwei "Scherben" abluchsen konnten. Nach eineinhalb Stunden aufwendigen Grabens verloren wir die Hoffnung und leider kam außer einem großen, derben Spitz und viel gepresstem Chlorit nichts zum Vorschein. Wir ließen alle Steine und Kristallscherben vor Ort zurück.
Anfang September stiegen wir im Hinterrheintal bei blauem Himmel mit Sonnenschein jedoch bei sehr kalten Temperaturen schon ab 2500m im Schnee herum. Zwei Tage ohne einen netten Fund dachten wir, und die Nacht im Schlafsack war zudem sehr sehr kalt. Lorena behielt stets die gute Laune und die positive Stimmung bei, was mir zunehmens schwerer viel. Das Wetter war zwar in Ordung, aber finden möchte man ja auch was. Selbst die steilsten Hänge, die ich als kluftreich kannte, waren schneeverblasen. Wir stiegen dann am zweiten Tag schon sehr früh ab, um unten im Tal eine Stelle zu inspezieren, die mir schon vor ca. 9 Jahren schöne aber sets kleine Kristalle schenkte. Damals verbrachten wir als ganze Familie dort einen schönen Tag und eine meiner Töchter konnte damals ihre erste Kluft selbst öffnen. Als wir dort ankamen fanden wir alles in dem Zustand vor, wie wir ihn damals hinterlassen haben, nur noch etwas mehr vom Gras eingewachsen. Wir verbrachten ca. 1 Std. dort und konnten dem Quarzband nochmals einige Einzelspitzle und zwei kleine, aber sehr ansehentliche Grüppchen abgewinnen.
Danach stiegen wir zum Auto zurück und fuhren Richtung Allgäu zurück. Spontan besuchten wir einen Steinbruch, welcher direkt an der Wegstrecke lag und dort gelang uns ein klasse Fund. Beide kamen wir dann doch noch zu unseren tollen Mineralienfunden und die Kälte mit den schneeverwehten Nordflanken samt Eiszapfen der vergangenen 32 Std. waren vergessen.

Nach wie vor spielte das Wetter auch in den kommenden Wochen verückt - Kalt - Schnee - unbeständig - Regen - Schnee. Im Herbst verbrachte Roland und ich schöne Stunden in der Cavradischlucht und durften einige nette Kristalle mit nach Hause nehmen. Etwas Beigeschmack kam jedoch auf, als uns ein Strahler eines Tages anbrüllte und meinte er müsse eine ganze Wand dort belegen. Ich stieg zu Ihm hinab, sellte mich vor und versuchte heraus zu finden was Ihn denn an unserem Tun störte, da wir beide uns keines Fehltrittes bewusst waren. Letzten Endes musste ich mich auf das schriftliche Strahlergesetzt berufen, welches er jedoch so nicht akzeptierte. Ich war verblüfft! Des Friedens willen - wir waren hier um unsere Freizeit zu genießen und Erholung zu suchen - entschlossen wir uns beide weiter zu ziehen, so das er und wir unsere Ruhe hatten. Da wir jedoch außerhalb einer belegten Zone arbeiteten, weiß ich nicht, was wir falsch gemacht haben sollen und so vergewisserte ich mich auf dem Gemeindeamt. Dort war jene unbequeme Person bestens bekannt und man versicherte mir das wir nichts Unrechtes getan hätten. Es war auch nie unsere Absicht gewesen den Ehrenkodex der Strahler zu verletzten, da ich diesen schätze und wir durch jene Abmachung selbst davon profitieren!

Im Oktober suchte ich den Bregenzer Wald nochmals auf, um Vorarlberger Diamanten zu suchen. Ich suchte meine belegte Kluft vom Juli auf und war nicht schlecht erstaunt, als ich meine belegte Ton-Mergelkluft leer vorfand. Alles Werkzeug war verschwunden, und die Stelle wieder mit Schutt so weit zugeschüttet, wie ich Diese verlassen hatte. Da hier die Schichten jedoch sehr hart sein können, sellte ich fest das jener Klufträuber nicht viel weiter kam, so daß ich im hintersten Bereich noch 7-8 sehr schöne Marmaroscher Diamanten bergen konnte. Der Größte davon war 4 cm. An diesem Tag konnte ich hinlangen wo ich wollte, hier und da kamen schöne Marmaroscher Quarze zum Vorschein. Ich war sehr dankbar für diesen bezaubernden Tag und im Abstieg genoss ich das milde Wetter und das bunte Treiben der vielen Blätter, die von den Bäumen gefallen waren. Wehmütig schloss ich für mich diese Strahlersaison 2014 mit sehr zufriedenen Erlebnissen, neuen Bekanntschaften und interesanten Funden ab.
Dennoch bot sich mir noch drei mal die Gelegenheit im Stb. Rhomberg nach Pyritkugeln zu suchen und der ein, oder andere gute Fund konnte mir und meinen Freunden noch gelingen.
Sehr zufrieden endete das Jahr 2014 und ich hoffe genau so schöne und interessante Begegnungen im kommenden Jahr zu machen wie sie mir dieses Jahr wiederfahren sind.





 
 
 
 





 
 
 

Verfasst: Robert Linhart - Dezember 2014

 
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