Strahlersaison 2013 - krystallos

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Strahlersaison 2013

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Strahlersaison 2013

Hier findet ihr wieder einige Berichte und Fotos von Erlebnissen aus dem aktuellen Jahr.




 

Da das Strahlen um diese Jahreszeit nicht in höheren Lagen möglich ist,
sucht man sich wenn möglich andere Gegebenheiten um etwas vom Alltag abschalten zu können.
Bei uns ist der Steinbruch Rhomberg eine willkommene Abwechslung und wenn man etwas
Glück hat findet man dort die ein oder andere Pyritkugel im Seewerkalk.
So suchten wir dieses Jahr zum dritten Mal die fündige Zone auf und konnte wieder einmal
einige nette Funde tätigen.




Dieses Frühjahr lag sehr lange der Schnee in Gebieten, die man sonst schon etwa ab Anfang April zum strahlen besuchen kann.
Das zehrte zunehmens an meiner Geduld, um nun endlich wieder einmal eine kleine Zerrkluft zu öffnen.
Als ich die ersten Tage versuchte Stellen für Marmaroscher Diamanten (Herkimer Diamanten /Quarze)
aufzusuchen, landete ich nur in unendlich hoher weißer Pracht.
Aber an meinem zweiten Versuch im Bregenzer Wald zu strahlen,
wurde ich mit angenehmer Erholung und einigen sehr netten Funden belohnt.
Jedoch wird es zunehmens schwerer hier eine höffige Zone für die geliebten Quarze zu entdecken und
den ein oder anderen Fund dann zu tätigen.




-Habachtal -
Für drei Tage besuchten mein Vater und ich unser Lieblingstal um etwas abzuschalten und unsere Vater- Sohnbeziehung zu pflegen.
Wir suchten etwas nach Smaragden und nutzen die langen Abende zum ausgiebigen Quatschen, Diskutieren und Philosophieren.
Der Schnee liegt in diesem Jahr sehr lange und viele große Altschneefelder prägen das Bild in diesem Juni 2013.
Als ich an einem Tag den Sedl besuchte, traf ich noch Kurt Nowak beim Smaragdwaschen, und so konnte ich mich noch sehr nett mit Ihm unterhalten. Bedingt durch den vielen Schnee der noch sehr spät im Frühjahr gefallen ist, kann man an ein Kristallsuchen in höheren Regionen noch nicht denken, und somit nutzt er die Zeit um hier noch den ein oder anderen grünen Stein zu entdecken. Ein aufziehendes Gewitter mahnte mich zum zeitigen Abstieg zur Alpenrose, in welcher wir unser Quatier hatten. Der Knappensteig war gut zu gehen und beim letzten Überqueren des Legbaches legte es los. Donner, Blitze und rasch einsetzender Regen machten mir Beine. Etwas durchnässt, jedoch sehr zufrieden erreichte ich die Alpenrose. Hier erwarb ich dieses Jahr eine sehr nette Epidot - Augit Stufe vom Söllenkar, an der ich mich sehr erfreue, da diese auch noch geologisch sehr interessante Aspekte bietet.
Alles in allem waren es sehr schöne Tage und ich freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Besuch des Habachtales.




Kristallwanderung im Tavetsch:
Vorderrhein bis in die Cavradischlucht

Seit langem wollte ich mal wieder im Tavetsch einen schönen Tag verbringen. So beschloss ich eine ausgiebige Wanderung vom Vorderrhein/Sedrun bis zur Hämatitzone in Cavradi zu unternehmen. Das Wetter machte wunderbar mit und so zog ich mit recht leichtem Rucksack los um die Natur aufs Neue zu entdecken. Hierbei besuchte ich eine Stelle, die ich seit einiger Zeit kannte und an der man hin und wieder Bergkristalle und Anatase findet. Dabei hatte ich Glück und konnte mit geringem Aufwand einige Bergkristalle mit gelegentlich aufsitzenden Anatasen finden. Mein Glück bestand darin, daß in den vergangenen Wintern einige Felsen abbrachen und neben einer "Alten Kluft" eine kleine Tasche zum Vorschein kam, aus der ich die Kristalle nur "ernten" musste.
Als ich etwas später weiter nach Westen bis hin in die Cavradischlucht wanderte war ich begeistert von der Landschaft und der reichen Pflanzenwelt hier oben. In Cavradi angekommen suchte ich etwas nach dem begehrten Hämatit, fand jedoch zu meiner Enttäuschung so gut wie gar nichts.  Entspannt aber sehr müde erreichte ich gegen 18.00 das Auto und nach einem ordentlichen Schluck RedBull fuhr ich den langen Weg nach Hause um ein anderes Mal mit neuen Ideen und Zielen wieder ins schöne Tavetsch zurück zu kommen.



Frunthorn 3030m

Das Ziel ist der Gipfel

Bei Dunkelheit und einsetzendem Regen fuhren meine Tochter Lorena (11Jahre) und ich die kurvenreiche Straße hinauf Richtung Zerfreila-Stausee. Hier nächtigten wir kurzerhand im Auto um für den nächsten Morgen ausgeruht und frisch unsere gemeinsame Bergtour angehen zu können. Unser Ziel war es das Lorena ihren ersten Dreitausender bestieg. Der Regen hörte erst gegen 4 Uhr morgens auf und als ich hier und da die Sterne durch kommen sah, kam in mir die Gewissheit auf das wir starten konnten. Pünklich um 6 Uhr liefen wir los und erfreuten uns in den kommenden Stunden an dem immer klarer werdeneden Wetter und der prächtigen Aussicht, der wunderbaren Blumenvielfalt und der noch angenehmen frischen Luft. Alles verlief bestens und zügig erreichten wir das obere Fruntseeli. Hier machten wir ausgiebig Rast und stärkten uns für den Gipfelanstieg. Dann zwang uns der viele und extrem sulzige Schnee zum zick-zack Kurs in grober Richtung zum Gipfel. Die Temperaturen waren sehr warm und die vergangenen Tage erreichten wir Temperaturen bis 35 ° C Grad. Somit war es kein Wunder, dass es auch hier oben auf fast dreitausend Meter nachts hohe Plusgrade hatte. Über etwas Blockkletterei erreichten wir gegen 11 Uhr den Gipfel und erfreuten uns der grandiosen Weitsicht hier im Bünderland. Binnen relativ kurzer Zeit bildeten sich überall dunkle Wolken in Gipfelnähe, es mahnte zur Vorsicht. Rasch stiegen wir etwas ab, schauten noch nach meinem Werkzeug-Depot und stellten fest, dass alles noch unter einer weißen Pracht versteckt liegt. In diesem Jahr liegt soviel Schnee wie ich es seit meiner ganzen Zeit hier noch nie erlebt habe. Somit gingen wir zügig etwas weiter und besuchten eine alte fündige Stelle von mir. Zu unserer Überraschung lag hier kaum Schnee und im hintersten Teil der alten Kluft löste sich etwas aus dem Band heraus. Lorena war überglücklich hier noch zwei - drei nette Rauchquarzspitzli finden zu können. Piz Ault und Co waren mitlerweile in Wolken eingehüllt und auch wir stellt fest, es drängt zum Abstieg. Tropf, Tropf,... die ersten großen Regentropfen fielen, kurze Zeit später Graupel in großen Körnern. Das Wetter wollte uns Beine machen, doch halt was war das!
Ein leicht rosaner Splitter, das gibts doch nicht, aber doch bei eingehender Betrachtung es war Fluorit. Jetzt konnten wir nicht weiter, wir wollten noch schnell eine kurze Zeit hier den Anzeichen nachgehen. Und tatsächlich nach etwas graben im Schutt fanden wir dann doch noch einige Splitter rosanen Fluorits. Wir lachten viel und erfreuten uns an unserer "Ausbeute". Da unsere Rucksäcke schon geschultert waren, packten wir die netten rosa Splitter in die Hosentasche und stiegen rasch talwärts. Bei einer kleinen Verschnaufpause ergriffen wir kurzerhand die Gelegenheit noch einige Fotos davon zu machen. Über dem Fanellhorn und dem Güferhorn entlud sich schon das erste Gewitter mit Donner, Blitz und Regen. Wir setzen in gleichmässigem Tempo den Abstieg fort und erreichten in sehr schneller Zeit die Staumauer. Hier waren wir nun in Sicherheit, den oben am Frunthorn legte es nun ebenso los wie weiter hinten in der Länta. Dunkelgraue Wolken ohne Formen und Donner prägten nun das Bild in der Zerfreila. Starker Wind und wieder einsetzender Gewitterregen erwischte uns beim Abladen der Rucksäcke. Schnell alles ins Auto und nach einer kleinen Pause begannen wir unsere Heimreise.
Fazit:  Ein toller erlebnisreicher Tag mit Gipfelerfolg plus einigen "Mitbringseln" und einer "bärenstarken" Leistung meiner Tochter Lorena !!!





Es gibt Zeitabschnitte im Leben wo nicht alles so rund läuft wie man sich das immer so persönlich vorstellt. Das Frühjahr 2013 stellte uns vor eine große Herausforderung und forderte somit viel Kraft, Mut und Entschlossenheit für das restliche Jahr. Meine Strahlergänge wurden somit im Laufe des Sommers immer weniger und offen gesagt fehlte mir auch hierzu die Lust und die Kraft um die doch anstrengenden Strahlertage zu planen und auszuleben.
Jedoch konnte ich nochmals mit der ganzen Familie samt Freunden das Habachtal besuchen um etwas abzuschalten. Sven L. ein langjähriger Freund kam mit seiner Familie ebenfalls mit, und wollte das Habachtal samt den verrückten Smaragdwäschern einmal kennen lernen. Das Smaragdwaschen hinter der Alpenrose war etwas öde und so planten wir natürlich einen Tag am Sedl ein. Samira und Lorena waren schon ganz in Vorfreude auf das erlebnisreiche Waschen am Berg. Unsere liebenswerten Frauen samt Kleinkindern verbrachten den Tag im Bereich des Talgrundes rund um Alpenrose und Moar-Alm mit Pferden, Schafen, Ziegen und natürlich versuchten auch sie Ihr Glück im Leckbach hinter der Hütte.  Am Sedl oben wurde es ein sehr schöner Tag trotz immer wieder einsetzenden
Regens - ein wildes, wechselhaftes Bergwetter halt. Und als es bei Sven das erste mal richtig grün im Sieb blitzte war es um ihn geschehen. Ab diesem Zeitpunkt an, drehten sich seine Gespräche die folgenden Tage nur noch um den Sedl und das wir da schnellstens wieder hinauf müssten um an dieser Stelle nochmals nach Smaragden zu waschen. Ich grinste in Folge nur noch, und freute mich das hiermit seine Begeisterung geweckt war und wir im kommenden Jahr wieder gemeisam auf Suche gehen können. Meine beiden großen Mädels hatten auch eine mortz Gaudi und unsere Ausbeute war ebenso ok. Leider verletzte sich Lorena  beim plötzlichen hereinrutschen eines großen Felsen am Bein so sehr, daß wir kurz darauf beschlossen langsam abzusteigen. Zwei Tage später jedoch stand sie schon wieder mit uns Dreien vor Ort und wir konnte nochmals bei herrlichem Sonnenschein nach den grünen Steinen suchen.

Im September schickte mich meine Frau ebenfalls zum Runterfahren meines Körpers für zwei Tage in die Berge und wo anders könnte ich wohl landen als in meinem Lieblingstal um zu regenerieren. Zwei Tage Sedl am Stück sind eine "klasse Medizin" für mich. Ich genoss die Ruhe und Einsamkeit in vollen Zügen!

Im Oktober kam ich jedoch gar nicht zum Strahlen und unternahm nur einen sehr schönen Wandertag mit meiner Mutter. Wir maschierten von Habach aus zur Moar-Alm ins Habachtal um die farbenprächtigen goldgelben Lärchen im Wandel der Jahreszeiten zu erleben. Das Wetter meinte es sehr gut mit uns und es war ein prächtiges Erlebnis die Natur in den schönsten Farben zu entdecken. Der Föhn brachte milde und windstille Wetterverhältnisse und kröhnte diesen Tag vollens.

Jetzt ab Anfang Dezember hat der Winter mit seiner weißen Pracht Einzug gehalten und das Kristallsuchen muss nun warten bis es wieder wärmer wird und die ersten bunten Blumen sich wieder zeigen, und bis dahin haben wir jede Menge zu tun...




 
 

Bergkristall Cavradischlucht, Tavetsch
Fund & Bild:  Robert Linhart




 
 
 
 
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